„Bio-Quote“ ab 2029: Was bedeutet dies für Heizöl
Mit der „Bio-Quote“ ab 2029 soll Heizöl als Energieträger nachhaltiger gestaltet werden. Viele Verbraucher sind aktuell noch verunsichert, was dies konkret für das Betanken des eigenen Heizöltanks bedeutet und ob im Extremfall sogar Schäden am Heizsystem durch die höhere Quote drohen. Wir erklären kompakt, was es mit der Quote auf sich hat und welche Folgen dies für Ihr Heizen mit Heizöl haben könnte.
Was genau bringt die Bio-Quote ab 2029?
Um die Klimawende in Deutschland und den nachhaltigen Umgang mit Energieträgern zu fördern, kommt auf Nutzer von Gas- und Ölheizungen ab 2029 eine schleichende Veränderung zu. Ab diesem Jahr muss in Zukunft auf Brennstoffe mit einem steigenden Anteil an biogenen Brennstoffen vertraut werden, also z. B. Bioheizöl oder Biomethan.
Die Regelung gilt für neue und neu eingebundene Heizungen, eine sofortige Pflicht zum Umbau bestehender Altanlagen zum Jahr 2029 hin ist bei der Regelung nicht vorgesehen. Während sich im Jahr 2029 der biogene Anteil zunächst auf 15 % belaufen muss, wird sukzessive gesteigert, bis 2045 die 100 % erreicht werden.
Wie soll ich als Verbraucher hiermit umgehen?
Bio-Heizöle gibt es bereits seit vielen Jahren und werden von vielen umweltbewussten Kunden genutzt. Für Eigentümer und Verbraucher gilt es vor allem bei der Erneuerung der Heizanlage, mitzudenken und die zukünftigen Anforderungen zu kennen. Neben der korrekten, technischen Verarbeitung des Bio-Heizöls durch die neue Heizanlage muss auf eine fortwährende Verfügbarkeit der biologischen Brennstoffe vertraut werden.
Für die zukünftigen Betankungen ab 2029 muss zudem durch den Betreiber nachgewiesen werden, dass der geforderte Anteil an biogenen Brennstoffen tatsächlich beim Tanken berücksichtigt wurde. Hier ist die Zusammenarbeit mit einem seriösen Heizöl-Partner wichtig, der Nachweise über die Zusammensetzung seiner Produkte liefern kann und so auch rechtliche Sicherheit beim Betrieb der Ölheizung gibt.
Droht eine Beschädigung meiner Heizanlage?
Durch den höheren Bio-Anteil liegen eine andere chemische Zusammensetzung des Öls und ein abweichendes Brennverhalten vor. Hier haben Eigentümer Angst, dass es zu schleichenden Schäden der Heizanlage kommen kann. Tatsächlich gibt es ein solches Risiko, allerdings sollte die Situation nicht überdramatisiert werden.
Wesentlich ist das Alter der verbauten Anlage. Wenn Sie über ein relativ modernes Heizsystem verfügen, wird dieses auch mit dem steigenden Bio-Anteil zurechtkommen. Grob lässt sich sagen: Je älter die Anlage ist, umso schwieriger könnte die Steigerung des Anteils technisch werden. Hier spielt auch die Wartung und Pflege der Heizanlage ein, beispielsweise ob durch frühere Ablagerungen das Risiko von Defekten oder Verstopfungen noch zusätzlich steigt.
Wir empfehlen, in den kommenden Jahren den direkten Kontakt zum Heizungsbauer oder Hersteller zu suchen. Dieser kann realistisch abschätzen, welcher Bio-Anteil des Heizöls in Zukunft zu einem ernsthaften Risiko werden könnte.
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Bei Bio-Heizölen gibt es weiterhin Unterschiede in der Zusammensetzung, im nachhaltigen Charakter und natürlich auch beim Preis. Hier steht Ihnen Ihr Heizungsinstallateur gerne zur Seite, um die richtige Wahl passend zu Ihrer Anlage und Ihrem ökologischen Gewissen zu finden. Kommen Sie einfach mit uns als Heizöl-Experten ins Gespräch!