Welche Steuern bestimmen den Preis des Heizöls?

Mit den Diskussionen um steigende Ölpreise durch den Irankrieg wird schnell übersehen, dass die Handelspreise für Öl auf den Weltmärkten nur einen Teil des Kostenanstiegs verursachen. Tatsächlich fallen auf Heizöl oder den Liter Benzin an der Tankstelle verschiedene Steuern an, die prozentual aufgeschlagen werden und so den Preis für Verkäufer mit erhöhen. Welche Steuern dies sind, fassen wir in unserem Artikel kompakt für Sie zusammen.

Die wichtigsten Steuern auf Heizöl im Überblick

In Deutschland sind drei grundlegende Steuern zu unterscheiden, die auf Heizöl angerechnet werden und zu einem signifikanten Preisanstieg beitragen. An sich gibt es keine echte Heizölsteuer, die folgenden drei Aufschläge machen sich jedoch gerade bei diesem fossilen Energieträger bemerkbar.

1. Energiesteuer

Die Energiesteuer ist eine klassische Verbrauchssteuer, die für Heizöl und andere Energieträger berechnet wird. Ihre Höhe wird konkret über das Energiesteuergesetz festgelegt und beträgt aktuell 6,135 Cent pro Liter. Für 1.000 Liter, die Sie in Ihrem Heizöltank nachfüllen, sorgt die Steuer somit für eine Preissteigerung von 61,35 Euro. Aufgeführt ist diese Steuer in der Abrechnung nicht explizit, sondern Teil des Verkaufspreises.

2. CO2-Bespeisung

Die CO2-Bespeisung wird in Deutschland erst seit einigen Jahren aufgeschlagen und gilt für Energieträger, die als CO2-intensiv gelten. Durch diesen Aufschlag soll es Anreize geben, dass sich Verbraucher aktiv für Energieträger mit einer geringen CO2-Belastung entscheiden. Formal ist es keine Steuer im eigentlichen Sinne, allerdings ein steuerähnlicher Aufschlag, um den Sie beim Kauf von Heizöl nicht herumkommen. Pro Tonne wurde die CO2-Abgabe für Öl und Gas zum Jahr 2026 hin von 55 auf 65 Euro angehoben.

3. Umsatzsteuer

Die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 % wird auf Heizöl wie auf zahllose andere Produkte des täglichen Lebens angerechnet. Hierbei kommt es zur Anrechnung der Umsatzsteuer auf den Endpreis, in dem neben dem Kaufpreis also auch die Energiesteuer und die CO2-Bespeisung enthalten sind. Hier liegt ein Steuer-auf-Steuer-Effekt vor, den viele Verbraucher als ungerecht empfinden. Die Umsatzsteuer ist ein versteckter Preistreiber, der automatisch für eine Preiserhöhung sorgt, sobald sich der Nettopreis eines Produktes erhöht.

Ist eine Senkung der Umsatzsteuer zu erwarten?

Bei den politischen Zielen der Energiewende in Deutschland gilt es als unwahrscheinlich, dass die CO-Abgabe oder die Energiesteuer sinken oder entfallen werden. Bei der Umsatzsteuer besteht am ehesten eine Chance, wobei hier maximal über eine Absenkung von 19 % auf 7 % nachgedacht werden könnte.

Für Gas und Fernwärme hat die Absenkung auf 7 % bereits vor wenigen Jahren stattgefunden, für Heizöl jedoch nicht. Wenn die Versorgung mit Öl in den kommenden Wochen und Monaten weiterhin unsicher bleibt, könnte eine Absenkung dieser Steuer einen wichtigen Ansatz für eine spürbare Kostensenkung für Verbraucher darstellen.

Jetzt Heizöl kaufen? Wir beraten Sie gerne!

Mit allen Einflussfaktoren von schwankenden Marktpreisen bis zu anfallenden Steuern ist es gar nicht so einfach, den besten Zeitpunkt zum Betanken Ihres Heizöltanks zu finden. Hier möchten wir Ihnen von Langlitz Mineralöl mit unserer Erfahrung gerne entgegenkommen. Sprechen Sie uns in dieser sensiblen Zeit gerne an, um mehr über Prognosen und aktuelle Preise zu erfahren. Wir sind engagiert, Ihnen zu jeder Zeit ein faires Heizölangebot zu unterbreiten!